die Statistik

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes erstellen einen Jahresbericht über ihre Anfragen aus den Kindertagesstätten nach einem einheitlichen Dokumentationsraster. Diese Jahresberichte enthalten ausschließlich satistische Angaben und werden durch die Arbeitsstelle Frühförderung in Bayern gesammelt und ausgewertet. Auf der Grundlage dieser jährlichen Auswertungen können einige statistische Aussagen zu den Fachdiensten in Bayern dargestellt werden.

Im Berichtsjahr 2017 wurden bayernweit nahezu 1.500 Anfragen an die Fachdineste gestellt. Der Konzeption der Fachdienste entsprechend ging es hierbei zu knapp 90% der Anfragen um Anfragen bezüglich „einzelner Kinder“ in einer Gruppe der Kita.

Prozentualer Vergleich der Anliegen bei Auftrag in den letzten 5 Berichtsjahren

Bei den Kindern im Alter zwischen 2 und 7 Jahren handelte es sich zu 70% um Jungen und zu 30% um Mädchen.

Nur mit dem Einverständnis der Eltern machen sich die Fachdienste in den Kita vor Ort ein Bild von der Situation und Besprechen mit Eltern und Erzieherinnen die Fragestellungen zur Entwicklung und / oder dem Verhalten eines Kindes sowie mögliche Lösungs- und Verbesserungsideen.

Um mögliche Schwierigkeiten zu erkennen verwenden die Fachdienste eine Reihe verschiedener Methoden. Am häufigsten ist hierbei das Gespräch mit der Erzieherin (2017: knapp 2.000 Gespräche) und die Beobachtung des Kindes in der Gruppe (2017: 1.300 Beobachtungstermine).

Auf dieser Grundlage erfolgt die gemeinsame Beratung der Eltern und der Erzieherin des Kindes. So wurden 2017 mit der Erzieherin des Kindes knapp 2.000 Beratungsgespräche geführt und das gemeinsame Gespräch in der Kita zwischen Eltern, Erzieherin und Fachdienst erfolgte 1.200 mal. In einigen Fällen wünschen sich Eltern auch ein Gespäch ausschließlich mit dem Fachdienst. Dies erfolgte etwa 400mal im Berichtsjahr 2017.

Zum Abschluss eines Beratungsauftrages versuchen die Fachdienste, die Ergebnisse wiederum mit Hilfe des gemeinsamen Dokumenationsrasters festzuhalten. Im Berichtsjahr 2017 war die häufigste Empfehlung der Fachdienste für die Eltern die Konsulation des Kinderarztes, um gezielte Hilfestellungen für das Kind zu besprechen und in die Wege zu leiten (ca. 500 Empfehlungen). Das es sich bei den Fragestellungen zum Kind im Ergebnis um ein komplexeres Problem handeln könnte und die Vorstellung in einer Interdisziplinären Frühförderstelle zu empfehlen sei, war in etwa 430 Fällen das Ergebnis der Fachdienste. Die Hilfe von Therapeuten war nach Meinung der Fachdienste in etwa 200 Fällen notwendig. Für spezielle Einrichtungen wie zum Beispiel einen Kindergarten mit Integrationsplätzen oder einen spezialisierten Kindergarten wurden 100 Empfehlungen ausgesprochen, ebenso viele für die Inanspruchnahme von örtlicher Jugendhilfe für die Familie. Das bei den zugrundeliegenden Schweirigkeiten des Kindes allgemeine Angebote wie Kinder- und Sportvereine oder ähnliches vor Ort hilfreich sein könnte, traf in etwa 450 Fällen zu.

Generell kann auch anhand dieser Empfehlungen zusammengefasst werden, dass das Fachpersonal der Kindertagesstätten einen sehr wachsamen und sensiblen Blick für die Bedürfnisse der betreuten Kinder zeigte und bei nicht allen, aber der überwiegenden Mehrheit der vorgestellten Kinder auch tatsächlich Hilfe von außen notwendig gewesen ist.